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1. Curvy Model oder Fitness Model – Welches Model willst du werden?

Bevor du dich ins Model-Leben voller Castings, Shootings und Aufträge stürzt, solltest du dir erst einmal darüber klarwerden, welche Art von Model du überhaupt werden willst. Das heißt, in welchen Tätigkeitsfeldern du unterwegs sein willst. Denn schon länger gibt es nicht mehr nur den einen perfekten Model-Typ, auch im Model-Business ist Vielfalt immer mehr gefragt. Machen dich deine Kurven zu einem perfekten Curvy Model? Willst du auf den Laufstegen dieser Welt unterwegs sein? Oder lieber als kommerzielles Model für H&M, Zara, Zalando und Co. werben? Je nach Einsatzort und -art, suchen die Booker, Agenturen und Unternehmen nach unterschiedlichen Typen. Klassische Topmodels, die auf dem Laufsteg die Haute Couture der Designer präsentieren, müssen noch am ehesten dem typischen Bild eines Models (groß, schlank, perfekte Maße) entsprechen, während Marken wie H&M oder Zalando eher auf den Wiedererkennungswert ihrer Models achten. Überleg dir also, wo du bist und wo du hinwillst. Du willst Curvy Model werden, doch richtig wohlfühlst du dich in deiner Haut noch nicht? Dann arbeite an deinem Selbstbewusstsein. Du willst Fitness Model werden? Dann lohnt sich vielleicht die Zusammenarbeit mit einem Personal Trainer, der dich nicht nur in Top-Form bringt, sondern dir auch die korrekte Ausführung der Übungen zeigt. Oder willst du vielleicht auch einfach gerne Instagram Model werden und auf den Sozialen Medien schöne Bilder posten? Dann schau dir doch Mal unsere Tipps zum Thema Influencer werden an. Außerdem beeinflussen deine Ziele natürlich auch deine Auswahl der Model-Agentur, der Kunden und der Jobs. Hier darfst du mit der Auswahl ruhig auch kritisch sein, denn du musst nicht nur zu Agentur und Kunde passen, sondern sie müssen auch zu dir passen.

2. Die Model-Agentur: Schau genau hin

Das bringt uns direkt auch zu unserem zweiten Tipp. Wenn du ein professionelles Model werden willst, ist eine gute und seriöse Model-Agentur sehr wichtig für deinen Werdegang. Unterschreibe auf keinen Fall spontan und unüberlegt irgendwelche Verträge. Lege sie deinen Eltern oder anderen Vertrauenspersonen und am besten auch einem Juristen vor. Bezahle niemals Geld an eine Agentur, nur damit sie deine Fotos in ihre Kartei aufnimmt. Seriöse Modelagenturen verdienen ihr Geld mit dem Vermitteln ihrer Models. Nicht damit, dass sie Models unter Vertrag nehmen.
Nun zu der Frage, die sich wohl viele Nachwuchsmodels stellt: Wie findet man eine Modelagentur? Dafür gibt es zwei Wege: Entweder du wirst von einem Modelscout entdeckt oder du bewirbst dich selbst bei den Agenturen. Die meisten Agenturen bieten auf ihren Webseiten die Möglichkeit an, sich unkompliziert online zu bewerben. Dafür musst du verschiedene Maße angeben und ein paar aussagekräftige Fotos hochladen. Dabei sollte mindestens eins davon ein Ganzkörperfoto und eins ein Detailfoto von deinem Gesicht sein. So können die Agenten erkennen, ob du in die Kartei der Agentur passt.
Zudem bieten viele Agenturen auch sogenannte "Open Calls" an. Zu diesen Castings kann jeder, der Model werden möchte, bei der Agentur erscheinen und sich vorstellen.

3. Voraussetzungen zum Modeln: Braucht es Modelmaße?

Wie schon erwähnt, haben sich die Anforderungen der Modeindustrie in den letzten Jahren sehr verändert. So ist beispielsweise die Größe eines Models vor allem im Laufsteggeschäft relevant (bei Frauen wird eine Größe von 1,75 m – 1,80 m verlangt). Im Commercial-Bereich finden dagegen auch kleinere Models Anklang. Auch die klassischen Modelmaße, 90-60-90, sind heute weniger relevant. Vielmehr sind Persönlichkeit, Ausstrahlung und ein gesundes Aussehen wichtig. Außerdem setzen viele Marken auch immer mehr auf sogenannte "Trendmodels", sei es für Kampagnen oder Cover-Shootings. Als "Trendmodels" werden Models bezeichnet, die zwar immer noch sehr gut aussehen, aber nicht makellos sein müssen. Vielleicht haben sie eine große Zahnlücke oder eine ungewöhnliche Nase und entsprechen damit nicht ganz dem gängigen Schönheitsideal. Vermeintliche Makel und Schwächen können so zu einem Vorteil für dich werden, da sie dich beim Casting herausstechen lassen und für einen großen Wiedererkennungswert sorgen.

4. Eine gute Sedcard: Das Must-have für jedes Model

Um dich auf Modeljobs oder bei Agenturen zu bewerben, brauchst du eine Sedcard, also Portrait-Fotos und Ganzkörperfotos. Wähle den Fotografen, der die Bilder für deine Sedcard schießt, sorgfältig aus. Eine gute Möglichkeit einen seriösen Fotografen zu finden ist es, sich Informationen von anderen Models einzuholen. Beim ersten Shooting kannst du eine Freundin oder deine Eltern mitnehmen. Sie werden dich davon abhalten, Fotos zu machen, die du später bereuen wirst. Von Nacktfotos raten wir dringend ab. Wenn die später im falschen Zusammenhang auftauchen, ist das für deine Modelkarriere nicht förderlich.
Bei den Aufnahmen selbst kommt es vor allem darauf an, dass du verschiedene Seiten von dir präsentieren kannst. Also solltest du für das Fotoshooting mehrere Looks ausprobieren. Dabei solltest du auf jeden Fall auch einen sehr natürlichen Look mit möglichst wenig Make-up wählen, damit die Agenturen und Kunden einen guten Eindruck von dir bekommen können.
Das Shooting für die Sedcard ist außerdem noch für etwas anderes gut: Durch das Shooting bekommst du Erfahrung vor der Kamera. Du kannst verschiedene Posen ausprobieren und ein bisschen experimentieren. Das gibt dir Selbstbewusstsein für dein erstes professionelles Fotoshooting.

5. Wappne dich für die Realität

Ja, das Leben eines Topmodels klingt unglaublich glamourös. Du jettest von Berlin nach Mailand nach Paris und stehst für Designermarken wie Gucci, Prada und Co. vor der Kamera. Aber: Bis zum Topmodel ist es ein weiter Weg und, egal ob Nachwuchs-Model oder Topmodel, das Business ist und bleibt harte Arbeit. Vor allem am Anfang deiner Karriere musst du dich auf jede Menge Stress, jede Menge Warten und auch jede Menge Absagen einstellen. Es wird Tage geben, an denen du zu 8 Castings und 10 Go-Sees hetzt, nur um Ende keinen einzigen Job zu bekommen. Das musst du aushalten, wenn du Model werden willst. Dadurch dass die Karriere als Model vor allem anfangs noch sehr schlecht planbar ist, haben viele Models zudem noch einen zusätzlichen Job, um über die Runden zu kommen. Auch das ist nicht einfach und bedeutet eine zusätzliche Belastung.
Des Weiteren solltest du nicht vernachlässigen, dass Agenten, Kunden und Designer oft kein Blatt vor den Mund nehmen und manchmal ziemlich gemein sein können. Deshalb solltest du dir ein dickes Fell zulegen, damit dir fiese Kommentare und enttäuschende Absagen nicht zu sehr zusetzen.

6. Auch für das Model-Geschäft gilt: Gesundheit gewinnt

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig. Wer sich gesund ernährt, wird weniger krank und ist eher in der Lage, die Anstrengungen des Modellebens auszuhalten. Wer auf gesunde Ernährung achtet und für ausreichend Bewegung in seinem Leben sorgt, kann mit einem starken Auftritt und mit positiver Ausstrahlung einen guten Gesamteindruck machen.

7. Pflege dich natürlich schön

Achte bei deiner Kosmetik auf einen möglichst neutralen PH-Wert und wenig Duft-, Farb- und andere künstliche Zusatzstoffe – je natürlicher, desto besser. Zu viel oder falsches Make-Up sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch ein Pickel-Turbo sein.

8.    Glückliche Mädchen sind die schönsten Mädchen

Mach Dinge, die dir Spaß machen. Lach viel. Versuche, mit dir selbst im Reinen zu sein. Eine positive Ausstrahlung und ein ausgeglichenes Wesen machen nicht nur schön, sie helfen auch, Stress weniger an sich heranzulassen.
Und hier noch ein Bonus-Tipp für alle Männer, die Model werden wollen:
Auch bei Männermodels sind die verschiedensten Typen gefragt. Manche Kunden bevorzugen sehr androgyne Typen, während andere eher Männermodels mit sehr maskulinen, kernigen Zügen bevorzugen. Bei männlichen Models ist zudem die Größe oft noch wichtiger als bei weiblichen Models. So sollten Männer, die modeln möchten, mindesten 1,80m groß sein. Vom Körperbau her gehen Männermodels generell eher in die schmalere Richtung. Kleidergröße 46/48 ist Standard; ein trainiertes Äußeres ist gut, Muskelberge sollten es dagegen eher nicht sein. Generell lässt sich beobachten, dass es bei den Männermodels weniger einen Trend zum Curvy Model gibt, wie er sich langsam bei den weiblichen Models etabliert. Ansonsten unterscheiden sich die ersten Schritte im Model-Business nicht so sehr zwischen Mann und Frau. Auch Männermodels sollten sich eine Sedcard zulegen und auf eine seriöse Agentur setzen – und auch bei den männlichen Models kommt es vor allem auf den Charakter und die Ausstrahlung an.

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