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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hält es für unverantwortlich, dass Deutschland erst im Jahr 2038 ganz aus der Kohle aussteigen möchte. "Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes", sagte die 16 Jahre alte Schülerin der Deutschen Presse-Agentur in Stockholm.

"Deutschland hat eine unglaubliche Chance und eine unglaubliche Verantwortung dabei, damit aufzuhören, Kohle zu verbrennen. Würde Deutschland das tun, würde das ein deutliches Signal an die Welt senden, dass wir uns in einer Krise befinden und dass wir mit solchen Sachen aufhören müssen."

Eventuell früherer Ausstieg

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hatte sich Ende Januar auf einen Kompromiss zum deutschen Kohleausstieg im Jahr 2038 geeinigt. Ein früherer Ausstieg soll 2032 geprüft werden - stimmen die Betreiber zu, ist auch ein Ende 2035 möglich. Bislang machten Stein- und Braunkohle einen Anteil von 35 Prozent am Strommix aus, in etwa so wie viel wie erneuerbare Energien.

Greta Thunberg setzt sich an vorderster Front für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Im Rahmen ihrer Protestaktion "Schulstreik fürs Klima"demonstriert sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand bereits Nachahmer in aller Welt. Ende Januar nahm sie auch am Wirtschaftsgipfel in Davos teil, wo sie die Top-Manager und Spitzenpolitiker zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel aufrief.